• Birdie

Was wäre wenn..

Mehrmals las ich bereits, dass die berühmteste Zeitung aller Zeitungen weltweit, die New York Times immer wieder in letzter Minute ihre Headline ändert. Eigentlich keine Meldung wert, weil in der heutigen Hektik der Berichterstattung täglich Brot und so weit so normal. Umso mehr erstaunt, ja schockiert war ich über den tatsächlichen Grund, dass man diese in voraus eilendem Gehorsam, aus Angst vor Kritiken, damit verbundenen Abo- und Werbeauftragkündigungen, Verunglimpfungen durch Influencer vor allem auf TWITTER anpasst. Journalisten verlassen die Zeitung, weil sie Druck, Mobbing, Rechtfertigungen nicht mehr ertragen. Oder sie werden entlassen. Dass Kunden Aufträge annullieren um Medien und deren Meinung gefügig zu machen, ist kein neues Phänomen. Es ist so alt wie bezahlte Werbung in Medien. Früher fiel das weniger ins Gewicht, weil Werbegelder üppig flossen und nicht jede Schlagzeile tage- oder wochenlange Diskussionen im Netz nach sich zog. Das ist heute nicht mehr der Fall. Die Konkurrenz ist gross und wartet hinter der nächsten Ecke. Wobei es weniger um wegfallende Einnahmen geht, sondern viel mehr um Political Correctness, die Inluencer, die wie eine neue Seuche grassieren. Zunehmend kontrollieren sie unser Leben. Dass diese in den USA besonders dominant sind, wissen wir und dass sie dort längst krankhafte Züge annehmen, ganze Wirtschafts- und Bildungsbereiche und Universitäten unterwandern. McCarthy lässt grüssen. Aber auch bei uns lassen wir uns mehr und mehr von Influencern diktieren was wir zu denken und wie wir zu handeln haben. Erinnern wir uns an die "Bewegung" um Hamilton, die vor dem Rennen in die Knie gingen. Fahrer, die stehen blieben, mussten sich rechtfertigen. Nein, man muss sich nicht rechtfertigen, wenn man vor der Bewegung nicht in die Knie geht. Man ist deswegen kein Rassist. Es geht um alles und eigentlich um nichts. Wie bereits in einem früheren Kommentar festgestellt, ist unser eigentliches Problem, dass wir keine wirklichen Probleme mehr haben. Covid-19 sei Dank hat diese Wahrnehmung verändert, zumindest bis der erste Schock vorbei war und wir uns mit dem neuen Virus arrangiert hatten. Schnell ging das Gezeter wieder los. Über Gewalt, Hautfarbe und immer wieder der Gold-Standard unter den Themen - Gender; verkauft sich wie geschnitten Brot. Gut, gibt es so viele verschiedene Geschlechter, wir wüssten nicht was diskutieren. Bei allem Respekt; interessiert es die breite Masse? Ich behaupte nein. Doch traut sich das keiner laut zu sagen. Nein, man ist kein schlechterer Mensch, wenn einen das nicht interessiert. Ein Bekannter meinte: "Ich höre so viel was ich eigentlich gar nicht hören will". Stimmt, so genau wollten wir es nicht wissen. Aber es wird uns, immer wieder virtuell und lautstark, um die Ohren gehauen und vor die Füsse geknallt. Soziale Medien sei Dank. Sie leben gut und gerne von Hysterie und Hype kleiner Gruppierungen. Was wäre, wenn wir uns dem verweigerten? Es sind die kleinen Strohfeuer, die den Flächenbrand verursachen. Die kleinen Strohfeuer können im Keim erstickt werden indem wir sie mit Nichtbeachten strafen, uns für die wesentlichen Dinge im Leben Zeit nehmen. Zum Beispiel für ein gutes Buch für unsere Bildung. Vielleicht von einem Philosophen, vielleicht von Friedrich Nietzsche? Von ihm können wir heute noch viel über das Leben lernen. Seine Gedanken, niedergeschrieben im 19. Jahrhundert, haben nichts von ihrer Aktualität verloren. Mein Tipp: "Brevier". Aphorismen zu verschiedenen Themen; eine schöne Lektüre."Misstraut allen denen, die viel von ihrer Gerechtigkeit reden!"


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