• Birdie

"Should banks be the guardians of digital identity?"

"Ich sehe, du legst dich mit den Banken an" meinte eine Freundin, die meinen Post über die neuen Bank-Karten aus Holz und Mais der ZKB und UBS gelesen hatte. Ja, es ist gerade viel Meis über die neuen Karten im Netz. Und nein, es ist nicht meine erklärte Absicht, mich mit Banken anzulegen. Im Gegenteil. Ich sehe Banken in einer ganz anderen Rolle. Ich hatte vor ein paar Monaten den Link gepostet "Should banks be the guardians of digital identity?" https://www.finextra.com/researcharticle/129/should-banks-be-the-guardians-of-digital-identity Ich meinte damals schon, dass ich die Banken unbedingt in dieser Rolle sehe. Und zwar weil sie Vertrauen geniessen, kompetent Daten verwalten und vor allem den Umgang mit Kunden intus haben. Das ist nicht selbstverständlich. Deshalb finde ich es schade, dass man auf Nebenschauplätzen viel Zeit, Geld und Energie verbraucht statt sich seinen effektiven Aufgaben zu widmen. Viele Branchen sehen den persönlichen Kundenkontakt als sehr wertvoll, weil sich dieser direkt auf den finanziellen Erfolg auswirkt. Grosse Pharma-Multis wie GFK, Versicherungen, Medienhäuser - es liessen sich viele Branchen auflisten, setzen auf persönlichen Kundenkontakt. Nur Banken sperren ihre Kunden quasi aus. Sie möchten gerne cool sein wie Revolut, wollen ihre Kunden am liebsten duzen und die ganze Woche über auf Casual Friday machen. Die Kunden reagieren leicht irritiert bis konsterniert, weil sie zu Recht finden, dass das nicht ganz passt: Revolut ist Revolut und CS ist CS. Alles andere ist pure Verzweiflung. Natürlich ist das leichter gesagt als getan. Ich bin der Meinung, dass man das eine tun und das andere nicht lassen soll. Wie das? Online-Services unbedingt ausbauen, verbessern etc. aber den persönlichen Kontakt zum Kunden wieder aufnehmen. Beispielsweise mit: Kontaktlos Bezahlen mit Biometrie lancieren. Um den Service nutzen zu können, müssen sich Kunden bei Banken registrieren. Jeder persönliche Kundenkontakt birgt Potential für Umsatz, weil Kunden Fragen haben, wenn sie auf Bankberater/innen treffen. Beispielsweise zu einem Kredit (sehr aktuell..), einer Hypothek, einer Anlage, einem Geld-Transfer, Kreditkarten, Spesen und mehr. Meine Ironie ging dahin, dass ich überzeugt bin, dass wir keine Karten mehr benötigen, weil alle Information in unseren Fingern gespeichert werden kann und die Limite nicht 80 Franken sondern eher bei 800 Franken oder mehr liegt. Wie einfach ist es, wenn Kunden mit einem Swipe/Wisch über eine Fläche kontaktlos bezahlten und dabei ihre Kreditkarte, Debitkarte oder Kundenkarte hinterlegen? Der Swipe ist die schnellste, sicherste und vor allem hygienische Methode zum bezahlen. Die Fingerprints sind bei Banken sicher zusammen mit den übrigen Kundendaten aufgehoben. Daraus lässt sich Mehrwert generieren. Banken können damit die Technologie für den Handel finanzieren und mit den erzielten Umsätzen noch Gewinn machen. Ihre Filialen sind nicht ausgestorben, sondern werden von Kunden frequentiert, die potentiell Umsatz bringen. Liebe McKinsey es gibt zwei Wege um Kosten zu sparen: Entweder man baut Filialen ab - das ist der aktuelle Weg - oder man versucht mit den Filialen Umsatz zu generieren - meine Empfehlung. Mit ersterem sorgt man verlässlich für schlechte Publicity, beim zweitem sind die Kunden irritiert und müssen sich erst daran gewöhnen, dass sie wieder willkommen sind. Doch würden sie es vermutlich bald geniessen. Gerade weil es schön ist, sich persönlich auszutauschen und weil damit mehr Vertrauen zu den Banken ginge. Und nein, Revolut und andere Online Banken geniessen dieses Vertrauen nicht. Sie werden aus Kostengründen genutzt und nur deshalb. Und jetzt wo wir so wenig reisen, haben sie manche Vorteile ohnehin nicht mehr. Deren Kunden müssen feststellen, dass diese auch nur mit Wasser kochen sprich auch sie leben nicht von Luft und Liebe, sondern ganz profan von Gebühren wie alle anderen auch.





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