• Birdie

"Should banks be the guardians of digital identity?"

Aktualisiert: Juni 4

"Ich sehe, du legst dich mit den Banken an" meinte eine Freundin, die meinen Post über die neuen Bank-Karten aus Holz und Mais der ZKB und UBS gelesen hatte. Tatsächlich ist gerade viel Meis über die neuen Karten im Netz. Und nein, es ist nicht meine erklärte Absicht, mich mit Banken anzulegen. Im Gegenteil. Ich sehe Banken in einer ganz anderen Rolle. Ich hatte vor ein paar Monaten den Link gepostet "Should banks be the guardians of digital identity?" https://www.finextra.com/researcharticle/129/should-banks-be-the-guardians-of-digital-identi


Ich meinte damals schon, dass ich Banken unbedingt in dieser Rolle sehe. Und zwar weil sie Vertrauen geniessen, kompetent Daten verwalten und vor allem den Umgang mit Kunden intus haben. Das ist nicht selbstverständlich. Es ist schade, dass man auf Nebenschauplätzen Zeit, Geld und Energie verbraucht statt sich seinen effektiven Aufgaben zu widmen.


Viele Branchen sehen den persönlichen Kundenkontakt als wertvoll, weil er direkt auf den finanziellen Erfolg auswirkt. Grosse Pharma-Multis wie GFK, Versicherungen, Medienhäuser, Galerien - es liessen sich viele Branchen auflisten, setzen auf persönlichen Kundenkontakt.


Nur Banken sperren ihre Kunden quasi aus. Sie möchten cool wie Revolut sein, Kunden am liebsten duzen und die ganze Woche über auf Casual Friday machen. Kunden reagieren darauf leicht irritiert bis konsterniert, weil sie zu Recht finden, dass das nicht passt: Revolut ist Revolut und CS ist CS. Alles andere ist pure Verzweiflung. Natürlich ist das leichter gesagt als getan.


Ich bin der Meinung, dass man das eine tun und das andere nicht lassen soll: Online-Services ausbauen, verbessern, und den persönlichen Kontakt zu Kunden wieder pflegen.


Beispielsweise: Biometrisch Kontaktlos Bezahlen lancieren. Um den Service zu nutzen, registrieren sich Kunden bei Banken. Jeder persönliche Kundenkontakt birgt Potential für Umsatz, weil Kunden Fragen haben, wenn sie auf Bankberater/innen treffen. Beispielsweise zu einem Kredit (sehr aktuell..), einer Hypothek, einer Anlage, einer Überweisung, fremden Währungen, Kreditkarten, Spesen und mehr.


Meine Ironie ging dahin, dass ich überzeugt bin, dass wir gar keine Karten mehr benötigen, weil die Information in unseren Fingern gespeichert ist, und die Limite nicht bei 80 Franken sondern bei der persönlichen, individuellen liegt. Wie einfach ist es, wenn Kunden mit einem Swipe kontaktlos via ihrer hinterlegten Kreditkarte Debitkarte oder Kundenkarte bezahlen? Das ist die schnellste, sicherste und hygienischste Methode zum bezahlen.


Fingerprints sind bei Banken sicher zusammen mit den übrigen Kundendaten aufgehoben. So lässt sich auf einfache Art Mehrwert generieren. Banken finanzieren die Technologie für den Handel und machen mit den erzielten Umsätzen Gewinn. Banken brauchen nicht mehr an der Gebührenschraube zu drehen und ihre Kunden zu verärgern. Ihre Filialen sind nicht mehr ausgestorben, sondern werden von richtigen Kunden frequentiert, die potentiell Umsatz bringen.


Liebe McKinsey es gibt zwei Wege um Kosten zu sparen: Entweder man baut Filialen ab, das ist der aktuelle Weg, oder man generiert mit den Filialen Umsatz - meine Empfehlung. Mit ersterem sorgt man verlässlich für schlechte Publicity, beim zweiten sind die Kunden erst irritiert und müssen sich daran gewöhnen, dass sie wieder willkommen sind. Doch würden sie es bald geniessen.


Weil es schöner ist, sich persönlich auszutauschen und weil damit mehr Vertrauen zu den Banken ginge. Und nein, Revolut und andere Online Banken geniessen dieses Vertrauen nicht. Sie werden aus Kostengründen genutzt und nur deshalb. Und jetzt wo wir weniger reisen, haben sie manche Vorteile nicht mehr. Deren Kunden stellen fest, dass diese auch nur mit Wasser kochen sprich auch sie leben nicht von Luft und Liebe, sondern ganz profan von Gebühren wie alle anderen auch.





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