• Birdie

Ist Sport überschätzt?


Von Seilspringen, Liegestützen bis Marathon wird alles als "Sport" bezeichnet. Ob ich ohne Sport leben kann? Leben schon, es fragt sich nur wie es mir dabei geht. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich mit Eltern und Schwester wandernd, Ski fahrend, schwimmend, an Vitaparcours, bei Rad und Handstand, spazierend, auf Bäume kletternd. Tennis gab ich auf. Bälle jonglieren fand ich so langweilig. Spazieren hasste ich. Warum? Es fand sonntags statt. Damit verpasste ich die schönen TV-Serien. Zeitversetzt schauen gab es nicht, die Sonntage verdorben. In meiner Teenager-Zeit versuchte ich, mehr schlecht als recht, zu Laufen, um Gewicht zu verlieren. Ich hörte bald auf.


In den Dreissigern befand ich Sport dringend angebracht, um der Schwerkraft zu entfliehen. Das Fitness-Abo bereitete mässig Freude, aber es fühlte sich gut an. Dann entdeckte ich Reiten. Als Hobbyreiterin blieb ich dem Sport treu. Sport war nicht das Thema, sondern meine Tierliebe. Später kam Pilates und wieder laufen dazu. Das Fitness-Abo entsorgte ich; zu wenig Spass, man sollte mindestens drei Mal die Woche trainieren. Reiten, Pilates, Laufen und Fitness zusammen war mir zu viel.


Ich würde nie in einer Gruppe trainieren, weil Laufen für mich Nachdenken und neue Ideen bedeutet. Ideen kommen zwar auch beim Spazieren. Aber ich glaube ans Laufen, weil der Körper stärker in Bewegung ist. Es heisst, Laufen sei gegen schlechte Laune, ja Depression. Ich glaube, dass viele von dieser Erkenntnis profitieren.


Auch bleibt in Anbetracht von Arbeiten zuhause mehr Zeit, weil Arbeitswege wegfallen. Nutzen wir das, um uns zu bewegen, auch wenn es "nur" um den Block ist. Es lüftet den Kopf und setzt Gedanken frei. Darauf kommt es an. Fazit: Die Wirkung von Sport respektive von Bewegung, egal in welcher Form, ist nicht hoch genug einzuschätzen. Sie nützt Körper und Geist. Die Vapormax sind nicht zu verkaufen.



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